Berlin, 19. März 2015 – Am heutigen Donnerstag lud der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen zusammen mit dem BFW Landesverband Berlin/ Brandenburg Unternehmen der Immobilienwirtschaft und Gäste aus Politik und Wirtschaft zum vierten BFW-Neubauforum ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen diesmal die Hemmnisse für einen Wohnungsbau, der die quantitativen und strukturellen Probleme am deutschen Wohnungsmarkt lösen muss.
Dazu BFW-Präsident Andreas Ibel: „Die neuesten Zahlen zu den erteilten Baugenehmigungen 2014 in Deutschland zeigen einen deutlichen Rückgang der Dynamik beim Wohnungsbau an. Der Zuwachs hat sich mit 5,4 Prozent mehr als halbiert.“ Ibel wertete den Rückgang als Ausdruck für zahlreiche Hemmnisse für den Wohnungsbau in Deutschland. Dazu gehöre z.B. das Fehlen von ausreichendem Wohnbauland.
Entsprechend seien insbesondere in den betroffenen Ballungsgebieten die Grundstückskosten deutlich angestiegen. Ibel dazu: „Es wird zu wenig Bauland ausgewiesen, es wird durch die Behörden zu langsam beplant und die Bauvorhaben werden mit zahlreichen kostentreibenden Sonderwünschen der öffentlichen Hand belastet.“ In der Folge könnten die Unternehmen preisgünstigen Neubau für breite Schichten der Bevölkerung kaum noch gewährleisten.
Hinzu käme der problematische Anstieg der Baukosten, der in die gleiche negative Richtung wirke. Auch hier seien nicht zuletzt neue überbordende Vorschriften wesentliche Kostentreiber.
Ibel kritisierte, dass die Politik die Immobilienwirtschaft zu wenig aktiv unterstütze. Zwar gebe es ein Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen. Klare Signale für eine Vorrangigkeit des Wohnungsbaus gingen davon aber nicht aus.
Im Verlauf der Veranstaltung wurden die Aussagen des BFW-Präsidenten durch Fachvorträge konkret und anschaulich untersetzt und unter reger Beteiligung der rund 140 Veranstaltungsteilnehmer diskutiert.
Als Fazit der Veranstaltung wurde festgestellt, dass sich die im BFW zusammengeschlossene mittelständische Immobilienwirtschaft den Herausforderungen zur Schaffung von mehr und bezahlbarem Wohnraum stellen wird. Hierfür erwartet sie eine aktive Unterstützung durch Politik und Verwaltung.
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