Ergebnis aus der Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2013

KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ geht erneut leer aus

Berlin, 9. November 2012 – Gestern fand die Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2013 statt. Internen Informationen zufolge geht offenbar hervor, dass auch im Haushaltsjahr 2013 das KfW Programm „Altersgerecht Umbauen“ wiederholt keine zusätzlichen Zuschüssen erhalten wird. Zuletzt hatte die CDU/CSU- Bundestagsfraktion in ihrem Positionspier zur demografischen Entwicklung in Deutschland „Jung und Alt gemeinsam für ein sicheres Leben in Wohlstand – heute und in Zukunft“ sich zur Fortführung und Stärkung des Programms bekannt. Zusätzliche Zuschüsse von 20 Millionen Euro für das KfW Programm sollten daher im Haushalt eingestellt werden.

„Gibt es keine Zuschüsse für die altersgerechte Modernisierung, verkennt die Politik die dringende Notwendigkeit in diesem Bereich zu fördern. Der Demografische Wandel erfordert eine Investition im Heute, um den Herausforderungen im Morgen gesellschaftlich entgegentreten zu können“, kommentierte Walter Rasch, Präsident des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen.

Auch im vorgelegten Bericht über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) wurde die Wirkung des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen“ deutlich unterstrichen. Für 2009 bis 2011 hatte das Ministerium jeweils rund 80 bis 100 Millionen Euro für die Zinsverbilligung von Darlehen und für Investitionszuschüsse bereitgestellt. Der Anteil an barrierearmen/-freien Wohnungen konnte so um rund 15 Prozent erhöht werden.

„In drei Jahren werden wir einen Mehrbedarf von 2,5 Millionen altersgerechten Wohnungen haben. Im Jahr 2030 wird dieser Bedarf sogar auf 3 Millionen steigen. Es ist daher jetzt die Zeit, in die altersgerechte Modernisierung zu investieren. Die zusätzlichen Bundeszuschüsse wären dabei ein wichtiger Anreiz“, so Walter Rasch und fordert die Regierungsfraktionen nun auf, wieder Zuschüsse für den „Altersgerechten Umbau“ im Haushalt einzustellen.

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