• Jahreswachstumsrate im März nur noch bei 1,1 Prozent
• Mehr als 55 Prozent des gesamten Kreditvolumens von Immobilienwirtschaft abgerufen
Berlin, 12. Juni 2012 – Seit fast einem Jahr ist der Zuwachs von neu ausgegebenen Wohnungsbaukrediten rückläufig, nur noch 1,1 Prozent Wachstum waren es im Monat März. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht der EZB hervor. Damit lag das Wachstum unter der Inflationsrate von 2,1 Prozent. In den Bilanzen der Banken standen zum Stichtag 31. März gut 1.114,9 Mrd. Euro an Krediten für den Wohnungsbau.
„Die Kosten für den Wohnungsbau kennen seit Jahren nur eine Richtung – steil nach oben. Da sich derartige Millionenprojekte aber für mittelständige Unternehmen nicht aus der Portokasse bezahlen lassen, ist ein vereinfachter Kreditzugang notwendig“, mahnt Walter Rasch, Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW). Dem stehen allerdings die Basel III-Regeln der Banken gegenüber, was eine Kreditvergabe durch erhöhte Eigenkapitalquoten künftig weiter verschärfen dürfte.
Die Bedeutung der Fremdkapital-Finanzierung in der Immobilienwirtschaft lässt sich daran ablesen, dass mehr als 55 Prozent des gesamten Kreditvolumens in diese Branche fließen. „In Anbetracht der langfristigen und kapitalintensiven Projekte ist gerade die Immobilienwirtschaft wie kaum eine andere Branche von der Kreditversorgung abhängig“, so Rasch. Gut 90 Prozent aller rund 1.600 BFW-Mitgliedsunternehmen sind auf Kredite angewiesen. Fast die Hälfte davon (ca. 660 Unternehmen) beurteilt den Kreditzugang infolge der Finanzkrise als schwieriger und nennt dafür die verschärften Eigenkapitalquoten als Hauptgrund. Das geht aus der aktuellen BFW-Frühjahrskonjunkturumfrage hervor.
Die aktuelle Konjunkturumfrage des BFW steht Ihnen auf www.bfw-bund.de unter „Zahlen & Fakten“ zum Abruf bereit.