BFW unterstützt Regierungsvorschlag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs

• Zusätzliche Fachkräfte durch demografische Entwicklung dringend notwendig
• BFW erarbeitet Ausbildungsleitfaden für Wohnungsunternehmen

Berlin, 04. Mai 2012 – Auch die Wohnungswirtschaft sucht, wie andere Branchen auch, händeringend Fachkräftenachwuchs. „Daher unterstützen wir als BFW die Absicht der Bundesregierung, über eine Reform des Aufenthaltsrechts ausländische Fachkräfte nach Deutschland zu holen“, sagt der Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Walter Rasch. Aufgrund des demografischen Wandels ist das Anwerben von zusätzlichen Fachkräften aus dem Ausland dringend erforderlich.

Um qualifizierten Nachwuchs für die Immobilienbranche zu finden, erarbeitet der BFW-Ausschuss Ausbildung und Personalentwicklung derzeit einen Ausbildungsleitfaden für Wohnungsunternehmen. „Ziel ist es, den Einstieg in die Ausbildung vor allem für die Betriebe zu erleichtern, die bislang nicht ausgebildet haben“, so Rasch. Somit sollen auch Quereinsteiger mit Migrationshintergrund besser an die Branche herangeführt werden. Rasch weiter: „Die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft beschäftigt in Deutschland derzeit rund 3,8 Millionen Menschen. Ihr Anteil am jährlichen Bruttosozialprodukt der Bundesrepublik Deutschland ist größer, als das der Automobil- und chemischen Industrie zusammen“. Die Wohnungswirtschaft ist somit als interessanter Arbeitgeber sowohl im Inland als auch im Ausland noch zu wenig bekannt.

Gute Möglichkeiten zum Einstieg in die Wohnungswirtschaft bekommen junge Leute über eine Ausbildung z.B. zum Kaufmann/-frau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft oder auch in Handwerksberufen, z. B. Maurer, Maler oder Putzer. Allerdings ist aus Sicht des BFW der im Entwurf vorgesehene Mindestlohn von 35.000 Euro für die Immobilienbranche zu hoch angesetzt. Stattdessen hält der BFW das diskutierte Punktesystem zur Einordnung der vorhandenen Qualifikation im Bereich Sachbearbeitung und Handwerkerdienste in der Wohnungswirtschaft für eher geeignet.

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