Wohnen im Alter – Richtfest für das Mehrgenerationenhaus Wohnmix in Oldenburg

„Wohnst Du noch oder lebst Du schon?“ – mit diesem Slogan wirbt eine internationale Möbelkette seit Jahren um deutsche Kundschaft. Doch nicht Möbel, sondern Menschen machen das Leben lebenswert – auch und vor allem im Alter. Mit dem Programm „Wohnen für (Mehr)Generationen – Gemeinschaft stärken, Quartier beleben“ greift das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Stellenwert des Wohnens für die Lebensqualität, das Lebensgefühl und die Selbstständigkeit der Menschen auf und fördert 30 Mehrgenerationenwohnprojekte. Es nutzt das Potenzial und die Bereitschaft der Einzelnen für sich und andere etwas zu tun. In dem Fall des Projektes „Wohnmix“ in Oldenburg wird dies sehr eindrucksvoll u.a. durch den gemeinschaftlichen Ansatz: keine Pflege, sondern Mithilfe durch Paten erreicht.

Am 29. Juli 2011 feierte das Projekt Richtfest. Für den BFW, der das Programm des Bundesministeriums fördertechnisch abwickelt und wohnungspolitisch berät, war die Bundesgeschäftsführerin Ira von Cölln vor Ort und betonte bei dem Festakt „Die hohe Qualität und die zügige Umsetzung des Projektes haben das Bundesministerium und uns überzeugt. Das Projekt des Vereins Wohnmix trägt dem Wunsch vieler älterer Menschen Rechnung, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben.“

Im Gebäude auf dem ehemaligen Bahlsen-Gelände entstehen 21 Wohnungen. Mehrere Generationen sollen unter einem Dach leben – 25 Erwachsene und acht Kinder werden im Februar 2012 in die teils barrierefreien Wohnungen des roten Klinkerbaus einziehen. Das Besondere daran: Vier Generationen, die das Altersspektrum von 1-79 Jahren abdecken, Menschen mit und ohne Behinderung, werden hier zusammen wohnen. 60 Prozent der Bewohner wird nach dem Einzug älter als 60 Jahre sein.

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