BSI begrüßt Vorstoß der Regierungsfraktionen, die energetische Sanierung im Gebäudebestand weiter zu fördern
Berlin, 31.03.2011 – Die Forderung des CDU-Fraktionschefs Volker Kauder und des baupolitischen Sprechers der FDP, Sebastian Körber, mehr Geld in die energetische Gebäudesanierung zu geben, stößt bei der Immobilienwirtschaft auf große Zustimmung. „Der Eckwertebeschluss des Bundeskabinetts, für das Jahr 2012 die Haushaltsmittel für dieses bewährte Förderinstrument komplett zu streichen, kann so nicht stehen bleiben“, erklärte Jens-Ulrich Kießling, Vorsitzender der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und Präsident des Immobilienverbandes IVD. Das KfW-Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ sei unverzichtbar, wenn man die von der Regierung gesteckten Klimaschutz- und Energieeffizienz-Ziele erreichen wolle. „Die Forderungen Kauders und Körbers müssen nun hinsichtlich der Höhe der Fördermittel zügig konkretisiert werden und Eingang in den Haushaltsplan 2012 finden“, so der BSI-Vorsitzende.
Grundsätzlich sei die Stop-and-Go-Politik, die die Regierung derzeit betreibe, Gift für die Umsetzung energetischer Gebäudesanierungen. Die KfW-Programme müssen langfristig und auf einem Niveau ausgestattet werden, das dem Megaziel Klimaschutz gerecht wird, lautet die Forderung der BSI. Kießling: „Unsicherheiten bei der Mittelausstattung führen zu Investitions-Attentismus bei den Eigentümern und Vermietern. So können die Anforderungen an die energetische Sanierung von Gebäuden nicht erfüllt werden.“
Die BSI beziffert das notwendige Förderungsvolumen auf fünf Milliarden Euro jährlich, um das im Energiekonzept der Bundesregierung angestrebte Ziel einer Sanierungsquote von jährlich zwei Prozent des Gebäudebestandes zu erreichen.