“Bedauerlicherweise stand der Verkehr im Vordergrund der Debatte und nicht die geplanten Einschnitte im CO2-Gebäudesanierungsprogramm”
Die Auswirkungen des geplanten Energiekonzepts der Bundesregierung
auf die Immobilienwirtschaft spielten in der heutigen Parlamentsdebatte
um den Haushalt des Bundesministeriums Verkehr, Bau, Stadtentwicklung keine Rolle. „Bedauerlicherweise stand der Verkehr im Vordergrund der Debatte und nicht die geplanten Einschnitte im CO2- Gebäudesanierungsprogramm“, kommentierte Jens-Ulrich Kießling, Vorsitzender der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und Präsident des Immobilienverband IVD, die qualitative und quantitative Gewichtung in der aktuellen haushaltspolitischen Debatte. Die Kürzung der Programmmittel für das
CO2-Gebäudesanierungsprogramm stehe in krassem Widerspruch zu
der im Energiekonzept der Bundesregierung formulierten Vision, alle neu
entstehenden und bereits bestehenden Gebäude innerhalb der nächsten
40 Jahre auf einen CO2-freien Verbrauch umzustellen. Um dieses Ziel zu
erreichen, wären Investitionen in Höhe von 2,6 Billionen Euro allein im
Wohnungsbereich erforderlich.
Die BSI appelliert deshalb an Bundesminister Ramsauer, sich im Zuge
der weiteren Haushaltsplanungen für den Ausbau der Fördermittel auf
hohem Niveau einzusetzen. „Die positiven Signale der letzten Tage aus
dem Bundesbauministerium zeigen der Immobilienwirtschaft, dass das
letzte Wort hierzu noch nicht gesprochen ist. Wir bauen auf ein Einlenken
auch seitens des Bundesfinanzministeriums“, so Kießling. Mit den in den
Haushaltsplan eingestellten Mitteln für das CO2- Gebäudessanierungsprogramm in Höhe von rund 437 Mio. Euro lasse
sich die bisherige Sanierungsquote von einem Prozent nicht halten,
geschweige denn ausbauen. Um das zu erreichen, seien 5 Mrd. Euro
jährlich notwendig.